Die CD colors for your ears                      CD bestellen

coverFünf Jahre nach dem Erscheinen ihrer dritten CD "No Matter of Age”, auf dem die kultige Jamrock-Formation Schluff Jull aus dem niederrheinischen Viersen in fast trotziger Manier die permanente Frage nach der Redundanz aus Musikeralter und der Fähigkeit, stilistische Zeitgeist-Strömungen zu verarbeiten ad adsurdum führte und sich stattdessen mehr der Lebensphilosophie eines Mike Bloomfield anschloß ("Die Musik, die Du hörst, wird zum Soundtrack Deines Lebens"), kommt nun mit "Colors For Your Ears" ein Werk, dass sich jeglicher Genre-Beschränkungen entledigt. Und dies in einer derart gefühlvollen harmonischen Weise, dass dem Hörer ohne stimulierendes Beiwerk oder intellektuelles Rüstzeug ein Trip der ganz besonderen Art beschert wird.

"Colors For Your Ears" brilliert mit einer großen stilistischen Bandbreite vom Latin-Rock ("Eavesdropping") und Progressive ("Stargazer") über Classic-Rock ("Way Beyond the Moon") und Songwriter ("Today’s A Rainy Day") bis hin zum riffbetonten Rocker ("Left Bank Blues") und natürlich dem knapp 14-minütigem Jamrock-Highlight "On the Edge". Auf genau 60 Minuten haben die acht Schluff Jull-Musiker ihre insgesamt 10 Songs terminiert – bei den Live-Konzerten kann daraus gut und gerne einmal die doppelte Spielzeit werden. Dies ist auch eine besondere Stärke der Band. Sie versetzt den Hörer in eine Art Trance-Zustand, der jedes Zeitgefühl und den Wunsch nach einem "Ende" aufhebt. Wie damals schon bei Grateful Dead: Songs oder Songblöcke von 30 Min. oder mehr waren keine Seltenheit und sind es bei den Julls heute auch nicht.

"Colors For Your Ears" – eine vielfältige, farbenprächtige musikalische Reise für die "Ohren" und für die Seele.


ROCKTIMES

Review vom 25.07.2009  /  von Ulli Heiser

Ulli Heiser

"Colors For Your Ears": Kann man seinen Fans mit schöneren, besseren oder treffenderen Worten ein Album ankündigen? Wohl kaum.
Zehn Stücke, allesamt aus der Feder des Gitarristen und Sängers Olaf Kalemba warten darauf, entdeckt zu werden. Und zu entdecken gibt es einiges. Gleich der Opener "Eavesdropping" entführt in ungewohnte Gefilde: Eine Nummer mit dominantem Latin-Touch, die durch die Bläserabteilung groovig fließt und auch durch den Gitarrenpart nicht aus dem Rhythmus läuft.
Auch in "Miles & Miles" gibt es erstmal einen (leichten) Latin-Anstrich, der per Bläser- und Rhythmussection gekonnt, wie aus dem Ärmel geschüttelt, zum Mitmachen anregt. Dann driftet der Song in einen Gitarren-geführten Jam und animiert zum Abspacen. Genial ist das.
Zähle ich die Livescheiben der Band, die der 'alten Tradition' gemäß das Mitschneiden ihrer Shows erlaubt, mit, dann stehen schon einige Rundlinge der Band in meinem Regal. Die offiziellen sowieso und daher erlaube ich mir zu sagen, dass "Colors For Your Ears" die ausgereifteste Platte der Band vom Niederrhein ist. Logisch, mag man einwenden, die letzte Veröffentlichung ist meistens die 'erwachsenste'. Mag sein und vielleicht erbt der Nachfolger dieses Attribut, aber es ist schon so, dass die Julls nicht mehr unbedingt eine unlösbare Verbindung mit dem Jam-Genre eingehen. Latin, leichte Jazz-Attitüden, Blues, Rock... haben, wenn auch immer in der typischen Schluff Jull-Leichtigkeit, Einzug gehalten. Und das eröffnet der Band neue Fans und macht "Colors For Your Ears" extrem spannend.
Altes wurde beibehalten, wie z. B. die irre Gitarrenarbeit im balladesken "Not A Game" oder Schorschs enorm gefühlvolle Trompetenparts ("Way Beyond The Moon"), um die sich die Nummer dezent aufbaut und anschmiegt. Neues kam hinzu, wie beispielsweise der Blues-Rocker "Left Bank Blues". An vielen Ecken und Enden kann man Neues entdecken, ohne Bekanntes zu vermissen. Der 14-minütige Über-Jam "On The Edge" lässt das Jam-Herz hoch, sehr hoch schlagen. Man darf abdriften, sich gar an floydigen Gitarrenpassagen erfreuen. Überhaupt, die Gitarrenarbeit: Unter tausenden Licks und Soli wird Olafs Stil immer herauszuhören sein, ja die komplette Mannschaft ist eine Einheit, die untrennbar miteinander verbunden zu sein scheint und wenn man sie schon mal live erlebt hat, weiß man, dass dies tatsächlich so ist. Bisschen mehr Background gibt es hier zu lesen.

Songs, die beim ersten Hören vielleicht nicht unbedingt nach Schluff Jull klingen ("Hollow"), werden schnell zu 'guten Bekannten', wenn der typische Bandsound (Bläser, Gitarre sowie der typische Groove) das Ruder an sich nimmt.
Fantastisch, wie im "61 Roadsong" zwischen funkigem, rhythmusbetontem Monstergroove und Gitarren-Jam hin und her geschaltet wird. Diese Dichte und 'Flächendeckung' kann man nicht mit drei Musikern zaubern. Das Zehner-Kollektiv aus Viersen mit den zwanzig Händchen für mitreißenden Groove schafft das mühelos.
Das sind in der Tat "Colors For Your Ears"!


„Lange Songs mit vielen Solis und Improvisationen, rockige Stücke, Ruhigeres, das für Gänsehaut auf den Armen sorgt. Schluff Jull präsentiert sich in Bestform. Der Titel der neuen CD spricht für sich. Es sind im wahrsten Sinne des Wortes Farben für die Ohren.“

WZ 11.12.2006


Ja, es gibt sie noch, diese magischen Momente, in denen wunderbar geschlagene, musikalische Brücken einem die Zeit versüßen und den Glauben an das Gute und Wahre zurückkehren lassen. Die richtige Mischung aus unwiderstehlichen Grooves, riffbetonten Rocknummern und lässigem Bar-Jazz-Soul befinden sich auf „Colors for your Ears“ der Band Schluff Jull vom Niederrhein. 

Unterhalb des Rockfundaments verzweigen sich die Wurzeln der Julls in alle Richtungen, für die normalerweise Bands wie Greatful Dead, Allman Brothers oder aber The Band die Deutungshoheit des Genres innehaben. Eine plausible, musikalische Erklärung dafür, dass Schluff Jull im Vergleich zu diesen namhaften Größen, am Ende der „Nahrungskette“ stehen was den Erfolg ihrer Aufnahmen betrifft, gibt es nicht. Im Gegenteil, ihr Songmaterial wie auch die Umsetzung ist durchweg erstklassig und hält einem Vergleich jederzeit stand. 

Vom ersten bis zum letzten Ton spürt man, dass die 10 Bandmitglieder nicht nur ihr Handwerk exzellent beherrschen, sondern gleichzeitig mit großer Spielfreude zu Werke gehen, die sich unweigerlich auf den Hörer überträgt.
Nicht das ein falscher Eindruck entsteht, „Colors for your Ears“ ist kein Retro-Rock, sondern eine sehr gelungene, eigenständige Musik, die lebt und atmet.

 

Gerhard Wenzel, Rezensent für Melodie&Rhythmus




MP3-HÖRPROBEN:

EAVESDROPPING

LEFT BANK BLUES

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